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Das Meer ist ein faszinierender Lebensraum, der von den schönsten, bizarrsten, unheimlichsten und unglaublichsten Lebewesen der Erde bewohnt wird. Zu ihnen gehört auch der Walhai – ein Meeresgigant, dessen Anblick alleine schon aufgrund der Größe des Tieres den Atem raubt. Auf den Philippinen gibt es gleich mehrere Spots, die jedes Jahr Touristen aus der ganzen Welt anziehen: Donsol, Leyte und seit einigen Jahren auch Oslob.

Wir erhalten fast täglich Anfragen rund um das Walhaitauchen, -Schwimmen und -Schnorcheln – insbesondere für den Anbieter in Oslob. Und immer wieder lautet unsere Antwort: Wir organisieren keine Trips zu den Walhaien in Oslob. Doch warum eigentlich nicht? Und warum sind Donsol und Leyte die besseren Alternativen? 

Doch zu allererst: Was ist das überhaupt für ein Tier, der Walhai?

Walhaie – Friedliche Giganten des Meeres

Äußere Merkmale des Walhais

Ein Walhai kann etwa 13 Meter groß und 12 Tonnen schwer werden und ist somit der größte Fisch der Welt. Manchmal gibt es sogar Angaben, die von 20 Metern sprechen. Mit einem Wal hat er nichts zu tun, der Name kommt nur von seiner Größe, die ja eher an einen Wal als an einen Fisch erinnert. Etwa 3600 Zähne beinhaltet sein riesiges, sich über die gesamte flache Schnauze erstreckendes Maul, und mit etwa 15 Zentimetern hat der Walhai eine dickere Haut als jedes andere Lebewesen. Das Markenzeichen des ansonsten grau-blauen oder bräunlichen Walhais sind die weißen Punkte, mit denen sein Körper gespickt ist und die prinzipiell mit den Fingerspuren eines Menschen zu vergleichen sind: Denn jedes Punktemuster ist vollkommen individuell.

Ernährung, Lebenserwartung und Bedrohung von Walhaien

Ein Walhai ist kein aggressiver Jäger, sondern ernährt sich ganz gemütlich von Plakton, indem er einfach sein Maul aufmacht und gemächlich losschwimmt. Das Wasser, das er so zwangsläufig aufnimmt, wird dann einfach rausfiltriert. Auch kleinere Fische landen so in seinem Magen. Somit ist unklar, wofür die Walhaie ihre zahlreichen Zähne überhaupt brauchen, denn die aufgenommene Nahrung wird nicht zerkaut.

Walhaie kommen auf eine absolut einzigartige Weise zur Welt: Sie wachsen als Embryonen in Eiern heran, die sich im Mutterleib befinden. Noch dort schlüpfen sie, bevor der Mutterfisch sein Junges schließlich zur Welt bringt. Ein Weibchen kann zeitgleich bis zu 300 Embryonen in verschiedenen Entwicklungsstadien im Leib tragen und kontrolliert es selbst, wann sie ein Junges gebiert.

Leider stehen die friedlichen Riesen als „gefährdet“ auf der roten Liste der bedrohten Tierarten, da sich ihr Bestand in den letzten 75 Jahren um mehr als die Hälfte reduziert hat. In den Gewässern rund um die Philippinen ist das Jagen von Walhaien zwar nicht erlaubt, aber in anderen Ländern sieht das leider anders aus: In China, Taiwan und Oman zum Beispiel gelten sie als Delikatesse. Außerdem verenden auch immer wieder Walhaie als Beifang in Schleppnetzen. Viele Tiere werden schon getötet, bevor sie sich überhaupt fortpflanzen konnten, denn geschlechtsreif wird ein Walhai – der schätzungsweise bis zu 100 Jahre alt werden kann – erst zwischen 15 und 30 Jahren. Außerdem sterben viele Walhaie in Schiffspropellern und durch Ölbohrungen.